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Artenschutz:
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Die Vorkommen des Keilblättrigen Serpentinstreifenfarnes, Asplenium cuneifolium Viv., um Waldheim sind etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts als botanische Besonderheit bekannt. Diese Farnart kam mit ihren Begleitarten auf dem Gestein Serpentinit an ehemals 7 Fundpunkten in der Region Waldheim vor. Durch Steinbruchbetrieb, Verkrautung der Standorte, illegale Mülldeponien und die durch Luft- und Bodenverschmutzung begünstigte, schnell fortschreitende Sukzession gab es im Jahre 1995 nur noch 4 z.T. stark reduzierte und akut bedrohte Vorkommen des Farnes.
Durch ein spezielles Artenschutzprojekt und Verhandlungen mit dem Steinbruchbetreiber bei Waldheim-Reinsdorf gelang es, die hier noch vorhandenen Individuen sicherzustellen, einen Teil davon an einen geeigneten Standort in der Nähe umzusetzen und mit dem anderen Teil eine Erhaltungskultur im Arktisch-Alpinen-Garten Chemnitz aufzubauen. Die "Ex situ-Kultur" diente in den folgenden Jahren dem Wiederherstellen einer intakten Population an vom Steinbruchbetrieb ausgenommenen Ersatzstandorten.
Ab 2002 wurden in die Artenschutzmaßnahmen zwei weitere noch existierende Standorte von Asplenium cuneifolium einbezogen. Es gelangen die allmähliche Wiederherstellung der Felsstandorte, die Sicherung der Pflanzenbestände und deren Entwicklung zu intakten, sich nach und nach auch generativ wieder regenerierenden Populationen.
Seit dem Jahr 2004 sind alle Maßnahmen in ein Pflegeprojekt integriert, das eine regelmäßige Kontrolle, episodische Freistellungs- und Pflegearbeiten sowie populationsstützende Ergänzungsmaßnahmen (speziell das Ausbringen weiterer Individuen aus der Ex situ-Kultur) umfasst.
Ab 2009 wird das Projekt im Rahmen der Naturschutzrichtlinie "Natürliches Erbe" (RL NE/2007) fortgeführt. |
![]() Der Keilblättrige Serpentinstreifenfarn an einem Standort bei Waldheim. |
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Vom Betreiber des Steinbruches Waldheim-Reinsdorf geschaffene Serpentinit-Geröllhalde als Ersatzstandort zur Wiederansiedlung von Asplenium cuneifolium und weiterer Vertreter der sächsischen Serpentin-Flora. |
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![]() Das Auftreten zahlreicher Jungsporophyten zeigt, dass die Population wieder zur generativen Reproduktion im Stande ist. |
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© Walter-Meusel-Stiftung Chemnitz 2009