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Tiere im Arktisch-Alpinen-Garten

Neben den vielen Pflanzenarten erfreut den Besucher auch der Tierreichtum des Gartens. Ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsrelief schafft nicht nur günstige Kleinbiotope für  Amphibien und Reptilien, sondern auch für Insekten, Mollusken, Kleinsäuger und über 30 Vogelarten. Darüber hinaus werden in Freilandterrarien u.a. Frösche, Unken, Feuersalamander und Schlangen in einer Biotopgestaltung nach natürlichen Gesichtspunkten gezeigt. 
 
Der in Sachsen und auch anderen Gebieten Deutschlands stark im Rückgang begriffene Feuersalamander wird sogar mit Erfolg seit einigen Jahren nachgezogen. Von der Larve  bis zum ausgewachsenen Tier sind alle Alters- und Größenklassen dieses feurigen, wenngleich auch völlig harmlosen Waldgesellen zu bewundern.
 
Die Gartenkreuzspinne, Araneus diadematus, ist eine häufige Spinnenart, die in starkem Maße auf das Fangen ihrer Beute im Netz spezialisiert ist. Sie verlässt das Netz nur ungern. Sie kann relativ schlecht laufen, denn das dritte Beinpaar ist zu kurz.
 
Die Listspinne, Pisaura mirabilis, gehört zur Familie der Jagdspinnen (Pisauridae), die in Deutschland mit nur 3 Arten vertreten ist. Wie der Name der Familie schon verrät, wendet sie im Gegensatz zu ihrer Verwandten in obigem Bild eine andere Technik zum Beuteerwerb an. Sie vermag schnell zu laufen und ihre Beute zu erjagen. Ihre "List" gebraucht sie zur Hochzeit. Sie bringt dem Weibchen ein Brautgeschenk inform einer Fliege dar, dass sie ihm allerdings nach der Paarung wieder entreißt und damit zur nächsten Braut entflieht.
 
Zu einer der selbstverständlichsten Erscheinungen gehörte früher in einem Garten der Igel, Erinaceus europaeus. In unserer, doch noch etwas ländlichen Gegend am Stadtrande ist er noch relativ häufig, obgleich hier ebenfalls durch den zunehmenden Fahrzeugverkehr schon dezimiert. Auf dem Bild eine nächtliche Aufnahme: Beim Streifzug durch die "nordamerikanische Tundra" mit der Silberwurz Dryas drummondii und der Kantenheide Cassiope mertensiana überrascht.

 

Der Gebänderte Feuersalamander, Salamandra salamandra terrestris, eine Art schattiger Bachschluchten, gehört um Chemnitz bereits zu den faunistischen Seltenheiten.

Der häufigste einheimische Wassermolch ist der Teichmolch, Titurus vulgaris vulgaris. Neben zwei weiteren Molcharten laicht auch er in verschiedenen Gewässern des Arktisch-Alpinen-Gartens.

Vom Tiefland bis ins Hochgebirge ist der braungelbe, nie grüne! Grasfrosch, Rana temporaria, verbreitet, der außerhalb der Laichzeit weit ab von Gewässern leben kann.

Die Ringelnatter, Natrix natrix natrix, gehört zu den ungiftigen Nattern, die sehr scheu schnell das Weite sucht, wenn man ihr begegnet. Man erkennt sie an den beiden gelben, halbmondförmigen Flecken hinter dem Kopf.

Die größte einheimische schalentragende Landschnecke ist die Weinbergschnecke, Helix pomatia, eine etwas wärmeliebende Art, die nicht selten auch an Bahndämmen und in Gartenanlagen zu finden ist.

© Walter-Meusel-Stiftung Chemnitz 2004