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Artenschutz:
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In den Jahren 1998 bis 2003 wurden in Südwest-Sachsen folgende, z.T. aufwändige Artenschutzprojekte zur Erhaltung besonders gefährdeter Pteridophyten-Arten bzw. -Artengruppen sowie verschiedener begleitender Blütenpflanzen durchgeführt:
• Regionales Artenschutzprojekt Serpentinstreifenfarne und Begleitflora im Regierungsbezirk Chemnitz
• Projekt zur Erhaltung, Regenerierung und Pflege des Schwarzstiel-Streifenfarnes (Asplenium adiantum-nigrum L.) in Sachsen sowie des Dornigen Schildfarnes (Polystichum aculeatum [L.] Roth) bei Röttis im Vogtland
• Projekt zur Erhaltung, Regenerierung und Pflege des Dornigen Schildfarnes (Polystichum aculeatum [L.] Roth) im Zschopautal bei Kriebstein
• Projekt zur Erhaltung, Regenerierung und Pflege des Dornigen Schildfarnes (Polystichum aculeatum [L.] Roth) bei Wildenfels
Die Maßnahmen im Rahmen der genannten Projekte liefen bis Ende 2003. Ergebnisse hierzu fanden in den Sachberichten sowie in verschiedenen Publikationen ihren Niederschlag (vgl. Bennert 1999, Bennert, Horn & Jeßen 2000, Jędrzejewska-Lange 2000, Jeßen 2000, Tolke, Pötzsch & Jędrzejewska-Lange 2000, Jeßen 2001, Schulz 2002, SMUL 2002). Die Maßnahmen, die zur Wiederherstellung und Pflege der Standorte, dem Aufbau von Erhaltungskulturen und der Regenerierung der Populationen dienten, verliefen größtenteils erfolgreich. Um die erzielten Ergebnisse auch nach dem Auslaufen der Projekte sichern und den Zustand der wieder intakten Populationen der gefährdeten Arten nachhaltig gewährleisten zu können, wurde im Jahr 2004 ein zusammenfassendes Kontroll- und Pflege-Projekt begonnen, dass bis 2008 unter dem Namen "Pflegeprojekt zur nachhaltigen Sicherung beendeter Artenschutzprojekte in Süd-Sachsen" durchgeführt wurde.
Das Projekt wird seit 2009 im Rahmen der Naturschutzrichtlinie "Natürliches Erbe" (RL NE/2007) unter der Bezeichnung "Projekt zur Sicherung der Ergebnisse von Artenschutzprogrammen für gefährdete Farnpflanzen in Südsachsen" fortgesetzt.
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![]() Auf den Serpentinit-Halden bei Zöblitz im Erzgebirge gedeihen heute wieder vitale Bestände der Serpentinstreifenfarne, die regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. |
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![]() Vom Braungrünen Streifenfarn, Asplenium adulterinum, waren im Serpentinitgebiet Hohenstein-Ernstthal im Jahr 1996 nur noch 6 Pflanzen vorhanden. Es konnten im Rahmen der Projekte inzwischen wieder mehrere stabile Populationen aufgebaut werden. |
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![]() Die vor Beginn der Artenschutzprojekte stark dezimierten Bestände des Keilblättrigen Serpentinstreifenfarnes, Asplenium cuneifolium, sind mittlerweile wieder in Ausbreitung begriffen: Jungpflanzen an wiederhergestellten Felsstandorten bei Kuhschnappel, Landkreis Chemnitzer Land. |
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![]() Von der in Deutschland nur bei Zöblitz vorkommenden Farnhybride Asplenium × poscharskyanum war nach der großflächigen Erweiterung des Steinbruches nur noch ein letztes Exemplar vorhanden. Durch Erhaltungskultur und Anwendung vegetativer Vermehrungsmethoden zieren heute wieder viele Stöcke die erzgebirgischen Serpentinithalden. |
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![]() Eine der seltensten, vom Aussterben bedrohten Farnarten Sachsens ist der Schwarzstiel-Streifenfarn, Asplenium adiantum-nigrum. Sein letztes Vorkommen im Elstertal-Gebiet bei Jocketa hat gute Voraussetzungen, erhalten zu bleiben. |
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Der Dornige Schildfarn, Polystichum aculeatum, ist sachsenweit im Rückgang. Die meisten seiner Vorkommen im Erzgebirge sind bereits erloschen. Bei Kriebstein befindet sich der einzige Fundort der Art im Zschopautal. |
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© Walter-Meusel-Stiftung Chemnitz 2009